Kieler Delegationsreise in die Partnerstadt San Francisco

Gelebte Partnerschaft

Vom 22. bis 27. Februar 2026 reiste eine Kieler Delegation um Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer und Stadtpräsidentin Bettina Aust in die Partnerstadt San Francisco. Begleitet wurde sie von 13 weiteren Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, darunter auch unser UV Kiel-Hauptgeschäftsführer Ingo Scheuse.

Im Mittelpunkt der Reise stand die offizielle Entfristung der seit 2017 bestehenden Städtepartnerschaft zwischen Kiel und San Francisco. Zugleich bot die Reise die Gelegenheit, bestehende Netzwerke zu vertiefen, neue Impulse aufzunehmen und den transatlantischen Austausch insbesondere in den Bereichen Wirtschaft, Innovation und Forschung weiter auszubauen.

Entfristung der Städtepartnerschaft & Einblicke in das Innovationsökosystem

Bereits am ersten Tag der Reise stand ein besonderer Höhepunkt auf dem Programm: Im Rahmen einer feierlichen Signing Ceremony in der San Francisco City Hall wurde die Städtepartnerschaft zwischen Kiel und San Francisco offiziell entfristet. Damit setzten beide Städte ein klares Zeichen für Kontinuität und eine langfristig angelegte Zusammenarbeit.

Zuvor erfolgte am Vormittag ein intensiver Austausch im German Hub, dem zentralen Treffpunkt für deutsch-amerikanische Wirtschafts- und Innovationsnetzwerke in San Francisco. Vertreterinnen und Vertreter der German American Chamber of Commerce der Westküste (GACC West) und des Deutschen Wissenschafts- und Innovationshauses (DWIH) vermittelten Einblicke in erfolgreiche Kooperationsmodelle, Standortbedingungen und Innovationsstrategien im transatlantischen Raum.

Ergänzt wurde dieser Programmpunkt durch Gespräche mit zwei erfolgreichen Gründern im Silicon Valley. Dabei wurde deutlich, welche Faktoren Innovation vor Ort begünstigen: der Zugang zu Risikokapital, eine hohe Risikobereitschaft sowie eine außergewöhnliche Talentdichte. Die persönlichen Einblicke machten greifbar, warum das Valley seit Jahrzehnten als Motor technologischer Entwicklung gilt.


Start-up-Mindset im Silicon Valley

Der zweite Tag führte die Delegation ins Herz der internationalen Start-up- und Technologieszene: ins Silicon Valley. Stationen wie die German American Business Association (GABA), das Innovation Centre Denmark (ICDK) sowie die Playground Global, ein Coworking- und Netzwerkzentrum für zahlreiche Start-ups, zeigten, wie eng Kapital, Talente, kulturelle Vielfalt, strategische Planung und physische Präsenz hier verknüpft sind – zentrale Erfolgsfaktoren für Start-ups und innovative Unternehmen weltweit.

Am Abend erlebte die Delegation San Francisco von einer anderen Seite: Ein Community-Event in der San Francisco Public Library verband kulturelle Beiträge, Musik, Tanz und gesellschaftspolitische Impulse. Die Veranstaltung machte eindrucksvoll sichtbar, wie Vielfalt, Offenheit und Zusammenhalt die Innovationskultur der Region prägen.

Das Fazit des Tages: Das Silicon Valley ist nicht nur ein Standort, sondern ein Mindset – geprägt von Mut, Vernetzung und der Bereitschaft, neue Wege zu gehen.


Forschung, KI und Unternehmertum an der Stanford University

Nach dem Treffen unseres Hauptgeschäftsführers Ingo Scheuse mit seinem Schulfreund und LinkedIn-Mitgründer Konstantin Guericke am dritten Reisetag führte der vierte und letzte Programmtag an die Stanford University – einen der weltweit bedeutendsten Orte für Forschung und Innovation. Prof. Dr. Sabine Remdisch stellte das Projekt „Leadership Garage“ vor und regte die Delegation zu Diskussionen über die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf HR-Prozesse an.

Ein intensiver Austausch mit Hedi Razavi am Stanford Research Campus verdeutlichte, wie die Einführung von ChatGPT eine neue Ära einläutete und welche Chancen und Herausforderungen sich daraus für Geschäftsmodelle ergeben. Weitere Besuche bei BMW Group Technology Office USA, Goldbeck US Inc. und dem Accelerator StartX illustrierten, wie globale Konzerne, Familienunternehmen und akademisches Unternehmertum gemeinsam Innovationskraft entfalten.


Fazit & Ausblick

Die Delegationsreise zeigte eindrucksvoll, wie lebendig und wertvoll die Städtepartnerschaft zwischen Kiel und San Francisco ist. Sie schafft Räume für persönlichen Austausch, fördert Vertrauen und eröffnet konkrete Kooperationsmöglichkeiten in Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung.

Zugleich wurde sichtbar, wie prägend das offene, kooperative Mindset der Bay Area ist. In Communities, Innovationszentren und Universitäten wird Zusammenarbeit aktiv gelebt – getragen von starken Netzwerken und persönlichen Beziehungen, die Innovation erst möglich machen. Diese Erfahrungen liefern wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung des Wirtschafts- und Innovationsstandorts Kiel.

Ein besonderer Dank gilt der Landeshauptstadt Kiel und The Bay Areas e.V. für die hervorragende Organisation und das vielseitige Programm, das praxisnahe Einblicke in die Innovationslandschaft vor Ort ermöglichte.

Hier geht's zur offiziellen Pressemitteilung der Landeshauptstadt Kiel zur Bilanz der Delegationsreise.


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