MFG-5-Deal: Murmann bewertet Einigung als Erfolg – Umsetzung jetzt entscheidend
Erfolgreiche Einigung
Nach rund sechsmonatigen Verhandlungen haben sich die Landeshauptstadt Kiel und der Bund auf die künftige Nutzung des ehemaligen MFG-5-Geländes in Holtenau Ost verständigt. Die Ergebnisse wurden in einem „Letter of Intent“ (LoI) festgehalten und öffentlich vorgestellt.
Die ursprünglich geplante umfassende zivile Entwicklung der Fläche wird demnach nicht weiterverfolgt. Stattdessen wird ein Großteil des Areals künftig wieder von der Bundeswehr genutzt. Damit entfällt eine bedeutende Entwicklungsfläche für Gewerbe und Wohnungsbau auf dem Areal – darunter rund 20 Hektar potenzieller Gewerbeflächen. Darüber hinaus werden in der Wik weitere Flächen einer militärischen Nutzung zugeführt. Im Gegenzug erhält die Stadt Kiel Ersatzflächen für Gewerbe und Wohnungsbau.
Ergebnis ist als Erfolg zu bewerten
UV Kiel-Vorstandsvorsitzender Hendrik Murmann bewertet das Ergebnis als Verhandlungserfolg unter herausfordernden Rahmenbedingungen:
„Kiel verliert mit Holtenau Ost eine bedeutende Entwicklungsfläche. Gleichzeitig ist jedoch auch zu respektieren, dass die Bundeswehr und die Marine ein berechtigtes Interesse an einer Stärkung ihrer Einsatz- und Verteidigungsfähigkeit haben. Vor diesem Hintergrund ist es umso höher zu bewerten, dass es gelungen ist, im Ergebnis neue Perspektiven für dringend benötigte Flächen zu schaffen. Insgesamt werden im Kieler Raum 59 Hektar für gewerbliche Nutzungen gesichert. Das ist insgesamt als guter Verhandlungserfolg anzuerkennen“.
Jetzt zählt die konsequente Umsetzung
Murmann betont, dass die Einigung eine wichtige Grundlage für die zukünftige Stadtentwicklung darstellt – jetzt komme es jedoch auf die konsequente und zügige Umsetzung an:
„Entscheidend ist nicht die Vereinbarung auf dem Papier, sondern das, was jetzt folgt. Die neuen Flächen müssen schnell verfügbar gemacht und mit Nachdruck entwickelt werden. Kiel kann sich hier keinen jahrelangen Stillstand leisten.“
Dabei sieht Murmann alle Ebenen gleichermaßen in der Pflicht:
„Bund, Land und Stadt sind hier gemeinsam in der Verantwortung, die nächsten Schritte konsequent umzusetzen. Gleichzeitig gilt aber auch: Die lokale Wirtschaft selbst ist Teil dieser Verantwortungsgemeinschaft. Als Interessenvertretung der Unternehmen nehmen wir uns davon nicht aus – auch wir werden diesen Prozess konstruktiv begleiten und mitgestalten.“
Planungssicherheit und Rechtssicherheit für Unternehmen entscheidend
Mit Blick auf den Wirtschaftsstandort fordert der UV Kiel klare und verlässliche Rahmenbedingungen:
„Unternehmen brauchen vor allem Planungssicherheit und Geschwindigkeit. Wenn Genehmigungsprozesse zu lange dauern oder zusätzliche Auflagen und Hürden entstehen, verlieren wir wertvolle Zeit und Investitionen. Die Verantwortlichen müssen sicherstellen, dass die neu geschaffenen Flächen Unternehmen eine bedarfsgerechte Entwicklung mit möglichst großer planerischer Freiheit ermöglichen.“
Gleichzeitig fordert Murmann Verbindlichkeit für die kommenden Schritte:
„Da es sich bislang um eine Absichtserklärung handelt, braucht es jetzt dringend Rechtssicherheit für die betroffenen Unternehmen. Investitionen und Standortentscheidungen setzen verlässliche Rahmenbedingungen voraus – diese müssen jetzt zügig geschaffen werden.“
Abschließend unterstreicht Murmann die Bedeutung zusätzlicher Flächen für die Gesamtentwicklung Kiels:
„Der Bedarf ist groß – sowohl im Bereich Gewerbe als auch beim Wohnungsbau. Die vereinbarten Flächen bieten die Chance, dringend benötigte Kapazitäten zu schaffen. Diese Chance müssen wir jetzt entschlossen nutzen."
© Abbildungen von PIZ Marine, BjoernWilke & Landeshauptstadt Kiel
UV Kiel Vorsitzender Hendrik Murmann
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